Sep 11 2007
Erneut gebührenfreies letztes Kindergartenjahr in Wächtersbach
Erfreuliche Entlastung des Familienbudgets
Mit Wirkung vom 01.01.2007 trat das sog. “Bambini-Programm” der Hessischen Landesregierung in Kraft, das den sich im letzten Kindergartenjahr befindlichen Kindern Gebührenfreiheit beschert. Wer nunmehr glaubt, dies sei eine großzügige Tat der Hessischen Landesregierung gewesen, die die Haushalte der Städte und Kommunen nicht belaste, sieht sich getäuscht. Bürgermeister Krätschmer bezeichnet diese “noble Geste” denn auch als Augenwischerei.
“Das Geld für das “Bambini-Programm” wurde nämlich zuvor den Städten und Gemeinden aus dem Länderfinanzausgleich abgezogen, wodurch diesen weniger Steuermittel zur Verfügung stehen. Dadurch wurde zwar eine Entlastung der Familienbudgets erreicht, nicht jedoch der kommunalen Haushalte”, bringt es Krätschmer auf den Punkt.
Da der Stadt Wächtersbach jedoch die Betreuung der sich im letzten Kindergartenjahr befindlichen Kinder im Hinblick auf die bevorstehende Einschulung besonders wichtig ist, hat sie sich, ungeachtet der zusätzlichen Belastung des städtischen Haushaltes, dazu entschlossen, sich dem Bambini-Programm anzuschließen. Während umliegende Kommunen bei einer Betreuungszeit von mehr als 5 Stunden eine anteilige Gebühr von den Gebührenpflichtigen verlangen, hat die Stadt Wächterbach die Kinder, die sich im letzten Kindergartenjahr befinden, unabhängig von der Dauer der täglichen Betreuungszeit, generell von der monatlichen Betreuungsgebühr freigestellt.
“Auf diese sozialpolitische Leistung bin ich besonders stolz”, äußert sich Bürgermeister Rainer Krätschmer mehr als zufrieden. “Wenn schon, dann sollen die Eltern und Erziehungsberechtigten in vollem Umfang von der Gebührenbefreiung profitieren”, bricht Bürgermeister Krätschmer für die Gebührenpflichtigen eine Lanze.
“Außer der Gebührenbefreiung, die bis zum 31.12.2011 befristet ist und jeweils für Kinder im letzten Kindergartenjahr gilt, ist die Stadt Wächtersbach besonders auf ihr vielfältiges Kindergartenangebot stolz. Neben der Ganztagsbetreuung einschließlich warmer Mittagsverpflegung sieht das vielfältige Betreuungsangebot auch die Möglichkeit vor, Kinder ausschließlich an den Vormittagen bzw. an den Nachmittagen betreuen zu lassen. Für Eltern, für die eine Betreuung ihrer Kinder üblicherweise ausschließlich an den Vormittagen ausreichend ist, bietet die Stadt Wächtersbach zudem die Möglichkeit einer Zukaufstunde sowie einer bedarfsgerechten Nachmittagsbetreuung einschließlich Mittagsverpflegung gegen ein geringes Entgelt an. Die Betreuung der Grundschulkinder im Kinderhort der Elisabeth-Curdts-Kindertagesstätte komplettiert das städtische Betreuungsangebot. Nicht unerwähnt bleiben sollen zudem auch die finanziellen Unterstützungen der Stadt an den Förderverein Grundschule Kinderbrücke e.V. und den evangelischen Kindergarten in der Poststraße”, berichtet der zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Oberamtsrat Norbert Döppenschmitt.
Für all diejenigen Eltern, die eine Betreuungsmöglichkeit ihrer Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres benötigen, stehen in Wächtersbach zusätzlich sechs Tagesmütter, die ebenfalls ein individuelles Betreuungsangebot bereithalten sowie zwei private Kinderbetreuungseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren, zur Verfügung.
“Ich bin sehr froh, dass wir in Wächtersbach ein solch breit gefächertes Betreuungsangebot vorhalten können und danke sowohl dem Erziehungspersonal in den sozialpädagogischen Einrichtungen als auch den Tagesmüttern für ihr beispielhaftes Engagement. Sie ermöglichen dadurch insbesondere den berufstätigen Eltern, ihren Beruf bereits nach kurzer Zeit wieder ausüben und sich somit den Anforderungen des beruflichen Alltags stellen zu können”, resümiert Bürgermeister Krätschmer zufrieden.
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