Nov 22 2007

Zum Standort der Ampelanlage in Ortsdurchfahrt Aufenau: Krätschmer kritisiert Mitzingers Presseäußerungen

Veröffentlicht unter Sicherheit, Verkehr, Öffentl. Einrichtungen.

Bürgermeister weist Vorwürfe des Aufenauer Ortsvorstehers zurück

Verärgert zeigt sich Bürgermeister Rainer Krätschmer gegenüber dem Aufenauer Ortsvorsteher Hans Mitzinger. Er kritisiert seine Stellungnahme als parteipolitische Agitation, die dem Ortsvorsteher schlecht anstünde.

Mitzinger hatte sich zur derzeit im Bau befindlichen Ampelanlage kritisch über die Presse zu Wort gemeldet. “Ich habe überhaupt kein Verständnis zu den Äußerungen des Ortsvorstehers. Seine Vorwürfe gegenüber dem Land Hessen und dem verantwortlichen Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) weise ich entschieden zurück”, sagt Krätschmer.

Die Ampelanlage sei für die Verkehrssicherheit der Aufenauer Bürgerschaft unverzichtbar; sie sei von den Bürgern massiv gefordert und erkämpft. Er habe sich dankenswerter weise als Rathauschef in den ganzen Jahren während der Planung und Vorbereitung immer wieder auf die Initiativen der Bürger vor Ort stützen können. Waren sie ihm doch Argumentationshilfe gegenüber dem Land, denn schließlich handelt es sich bei der Ortsdurchfahrt Aufenau um eine Landesstraße. Die Stadt darf eigenmächtig keine Verkehrsmaßnahmen durchführen. So sieht sich Bürgermeister Krätschmer in einer Linie gemeinsam mit dem Aufenauer FDP-Fraktionsvorsitzenden Höhn und vor allem zahlreichen Einwohnern wie Heinz Hausmann und Renate Freund, für deren Unterstützung sei er sehr dankbar.

Im Gegensatz dazu Herr Mitzinger, der nur kritisiere, sich an die Öffentlichkeit wende und “verwundert” und beleidigt tue, aber in der Sache zur Unterstützung nichts beigetragen habe. Außerdem kritisiere er den Standort und stelle mit einem Mal das ganze Projekt in der Presse in Frage. “Das ist der falsche Weg – Mitzinger versucht parteipolitisch Stimmung zu machen”, äußert sich Krätschmer, und weiter: “ich kann von Herrn Mitzinger erwarten, dass er sich an die Bauverwaltung wendet und informiert. Das ist das einfachste, wie man es von einem Ortsvorsteher erwarten könnte. Stattdessen fabuliert er mit wilden Spekulationen und Falschinformationen in der Öffentlichkeit herum.”

Bereits seit Jahren werden Verbesserungen durch eine Ampelanlage sowie die Verkehrsberuhigung mit einer Tempo 30-Zone von der Stadt und vom Ortsbeirat Aufenau selbst gefordert. Auch über die Finanzierung wurde immer wieder zwischen dem Land Hessen und der Stadt Wächtersbach verhandelt. Der richtige Standort wurde gesucht und gefunden und vom ASV als verantwortliche Behörde in Kooperation mit den Behörden und der Polizei festgelegt. Die Lichtzeichenanlage kommt – aus Richtung Wächtersbach kommend – vor die Kurve, in Höhe der Katholischen Kirche und ist natürlich erst in Verbindung mit der beschlossenen Tempo-30-Regelung auf diesem Straßenabschnitt eine vertretbare Lösung. Ganz wichtig ist die Durchsetzung der Tempo-30-Regelung, die von der Stadt und der Bevölkerung so vehement gefordert wurde. Dies bestätigen die Fachleute des Hessischen Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Gelnhausen, die Straßenverkehrsbehörde und die Polizei.

Dass die ganze Entwicklung nun für den Ortsvorsteher Mitzinger so überraschend kommt, ist nicht glaubhaft. Viele Male wurde gerade über dieses Projekt und dem aktuellen Planungsstand in der Öffentlichkeit durch die Stadt und das ASV berichtet und informiert.

Die Kritik von Herrn Mitzinger, der gewählte Standort sei gefährlich, muss er an das Land Hessen richten. Die gesamte Ortsdurchfahrt im Bereich der Katholischen Kirche wurde eingehend geprüft. Der wohl von Herrn Mitzinger favorisierte Standort vor dem Kaufhaus Zöller wurde gerade – weil dort die Aufstellfläche für Fußgänger nicht auf beiden Seiten ausreichend ist – verworfen. Auch wollte der Eigentümer einen Überweg nicht gerade dort, wo die vielen Kunden als Kurzparker mit den Autos stehen. Das allerdings hätte der Ortsvorsteher beim Land Hessen oder dem städtischen Bauamt in Erfahrung bringen können, wenn er das gewollt hätte. “So handeln alle Ortsvorsteher, nur Herr Mitzinger nicht.” Stattdessen habe er zum wiederholten Male die Menschen vor Ort mit seiner unqualifizierten Vorgehensweise beunruhigt, kritisiert Rainer Krätschmer den Aufenauer Ortsvorsteher.

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