Feb 29 2008

Creß hat erschreckende Wissenslücken offenbart

Veröffentlicht unter Allgemein, Handel & Gewerbe.

Derzeitiger CDU-Vorsitzender Creß soll die Stadt, die Gastronomie und die schöne Altstadt nicht schlecht reden

Hättest du geschwiegen, wärest du ein weiser Mann geblieben.

“Diesen Satz sollte sich der derzeitige CDU-Partei- und Fraktionsvorsitzende Michael Creß verinnerlichen. Im letzten Pressebericht zum Besuch des CDU-Matadors Kornherr aus Bad Soden-Salmünster in Wächtersbach hatte Michael Creß wieder ein Highlight mangelnder Information geliefert.

“Im Gegensatz zu Herrn Creß bin ich sehr wohl der Meinung, dass wir in Wächtersbach und auch in den Stadtteilen eine hervorragende Gastronomie haben. Ich denke nur an das Gasthaus “Stein”, die “Bergeshöh”, die “Quelle” und die zahlreichen Angebote in der Innenstadt bei unseren Italienern sowie die asiatischen Anbieter. Überall höre ich, wie qualifiziert und vielfältig unsere heimische Gastronomie doch ist”, nimmt Bürgermeister Rainer Krätschmer Stellung. “Die Presseveröffentlichungen von Herrn Creß sind ein Schlag ins Gesicht dieser Gastronomen, die trotz schwieriger Zeiten und unter widrigen Umständen eine hervorragende Arbeit leisten”, wies Bürgermeister Rainer Krätschmer die Kritik von Creß entschieden zurück.

Auch die Altstadt schlecht zu reden, sei kontraproduktiv. “Die Altstadt ist in einem sehr guten Zustand.” Die Geschäftsleute dort von “Optik-Berger” über die Textilangebote bei “Angie” oder das Büro- und Schreibwarenfachgeschäft, die Dienstleistungen sowie die Gastronomie von “Ysenburger Hof” und das weit über Wächtersbach hinaus anerkannte Gasthaus “Stein” hätten es wahrlich nicht verdient, kritisiert oder gar schlecht geredet zu werden. “Wir sind jedem Geschäftsmann und Gastronom dankbar, der in diesen schwierigen Zeiten sein Angebot in der Altstadt aufrechterhält. Schließlich liegt uns daran, dass möglichst viele Menschen auch in der Altstadt einkaufen”, sagte der Rathauschef. Das gelte natürlich auch für die beiden vorhandenen Cafés “Willecke” und das “Altstadtcafé”. “Wenn Herr Creß nicht weiß, warum beispielsweise die Firma Schlecker schließt und dass dort vom Eigentümer eine Kunst- und Musikbar eingerichtet werden wird, dann muss er sein Nicht-Wissen und seine Wissenslücken selbst verantworten. Einfach nur aus Profilsucht öffentlich Unsinn zu behaupten, nützt der CDU nichts und schon gar nicht der Innenstadt”, stellt Bürgermeister Krätschmer fest.

Auch im Hinblick auf die Äußerungen zu mangelnden Hotelbetten kritisiert der Ortsvorsteher Wilfried Wilhelm die Presseerklärung von Creß. “Wenn Herr Creß noch nicht gemerkt hat, dass im ehemaligen Honeywell-Gebäude bereits Umbaumaßnahmen laufen und dort in Kürze ein Hotel Garni eröffnet werden wird, dann könnte er einmal die örtliche Gastronomie aufsuchen und bei “Saro” am Lindenplatz oder bei “La Grotta” nachfragen. Dort würde er nämlich nach Feierabend auch einmal den Investor treffen und könnte ihn fragen, wie weit bereits die Baumaßnahmen gediehen sind”, erklärte der Ortsvorsteher. “Zudem sind seine Behauptungen einfach dummes Zeug. Wir haben eine attraktive Stadt mit einer hervorragenden Gastronomie und auch künftig Hotelbetten. Nicht zuletzt deshalb, hat die Stadt Wächtersbach mit Rainer Krätschmer es durchsetzen können, dass erneut das Prädikat “Erholungsort” für die Stadt Wächtersbach für die nächsten zehn Jahre verliehen worden ist. Andere Gemeinden mussten leider eine Streichung hinnehmen. Solche Dinge nicht zu wissen, ist für den Vorsitzenden der Wächtersbacher CDU blamabel. Er hätte lieber geschwiegen”, sagte Wilhelm.

Abschließend äußerte Christian Hofmann allerdings auch sein Unverständnis darüber, wenn neue Stadtverordnete wie Glenn Lawrence aus Weilers diese Auffassung mitteilten. “Dass in dem bedeutenden Stadtteil Weilers keine Gaststätte mehr ist, kann man sicher nicht Wächtersbach anlasten. Allerdings wäre es hilfreich gewesen, wenn er sich bei seinem Nachbar Rainer Krätschmer einmal erkundigt und nachgefragt hätte, ob es dort Fremdenzimmer gibt. Es gibt sie sogar in Weilers”, erläuterte Christian Hofmann.

Sehr verwundert zeigte sich Erste Stadträtin Susanne Turlach von der Teilnahme des für den Fremdenverkehr beim Main-Kinzig-Kreis verantwortlichen Angestellten Burkhard Kornherr. “Wenn es Probleme gäbe, wäre es sicher auch eine Aufgabe von Herrn Kornherr und dem Main-Kinzig-Kreis, etwas zu unternehmen. Mit der Duldung der jetzigen Presseerklärung hat Herr Kornherr weder dem Tourismus noch Bad Soden-Salmünster noch seinem Dezernenten einen Gefallen getan”, sagte Frau Turlach. Vielleicht wisse Kornherr jetzt, dass es sehr klug ist, bei Herrn Creß etwas vorsichtig zu sein. “Er nimmt auch auf seine eigenen Parteifreunde keine Rücksicht, wenn es um seine Profilierung geht”, sagte die Erste Stadträtin abschließend.

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