Dez 01 2008
Stadt sichert sich Nutzung Schlossgartensaal für die nächsten Jahrzehnte
Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen
Unser Bild zeigt den Restaurator sowie Bürgermeister Rainer Krätschmer und zahlreiche der Gäste, die nach der Fertigstellung zur Wiedereröffnung des restaurierten Gartensaals gekommen waren.
Nach dem Verkauf der Rentkammer durch den fürstlichen Eigentümer an eine Wetterauer Immobiliengesellschaft in der Mitverantwortung von Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg hatte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat gebeten, alle Möglichkeiten einschließlich des Vorkaufsrechts zu prüfen, um eine langfristige Nutzung des sanierten und restaurierten Schlossgartensaales mit Terrasse sicher zu stellen. “Die Nutzung des Vorkaufsrechtes hätte jedoch hohe Kostenrisiken für die Stadt beinhaltet, da im rückwärtigen Bereich und am Dach durch den Käufer langfristig massive Sanierungsmaßnahmen nötig werden”, sagte der Rathauschef. Insoweit sei die Ermächtigung der Stadtverordnetenversammlung sehr klug gewesen, den Schwerpunkt auf die Sicherung der langjährigen Nutzung zu legen.
“In der Vergangenheit haben sich der Denkmalschutz des Main-Kinzig-Kreises und auch die Stadt mit dem Heimat- und Geschichtsverein finanziell engagiert, um die historisch wertvollen Gemälde und den Gartensaal zu restaurieren sowie die Terrasse zu sanieren. Daraus haben wir die moralische Rechtfertigung abgeleitet, für die Öffentlichkeit und damit für die Wächtersbacher Bürgerinnen und Bürger auch eine vertraglich abgesicherte langfristige Nutzungsmöglichkeit zu schaffen”, sagte Bürgermeister Rainer Krätschmer.
Es folgten umfangreiche Gespräche unter Einbeziehung des Ortsvorstehers Wilfried Wilhelm, Stadtrat Christian Hofmann und den Vertretern der Verkäufer, S. D. Wolfgang Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen und Casimir-Alexander Erbprinz zu Ysenburg und Büdingen. Nach Vermittlung mit den Vertretern des Käufers durch den Erbprinzen waren abschließende positive Gespräche möglich. Bürgermeister Rainer Krätschmer bedankte sich bei Casimir-Alexander Erbprinz zu Ysenburg und Büdingen für die kooperativen Gespräche, die letztlich zu dem Nutzungsvertrag unter Einbeziehung der BKK Ost-Hessen führten.
Gerade dieser Vorgang zeige, wie wichtig der Standort der BKK Ost-Hessen für Wächtersbach sei und der früher geschlossene langfristige Mietvertrag auch eine gewisse Sicherheit für die Arbeitsplätze gebe, da der Vorstand der BKK Ost-Hessen, Lars Wendt, als Hauptmieter der Rentkammer in diese Verträge einbezogen werden musste. “Durch die Großzügigkeit von Lars Wendt als Vorstand der BKK Ost-Hessen gegenüber den Wächtersbacher Vereinen und der Stadt konnte bereits bisher der Schlossgartensaal für kulturelle und ähnliche Veranstaltungen sowie als Trausaal genutzt werden. Das bringt den Vereinen und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Vorteile, da wir jetzt Räumlichkeiten nutzen können, die für uns ansonsten aus privat-rechtlichen Gründen unzugänglich waren. Der langfristige Mietvertrag der BKK Ost-Hessen trägt somit aus meiner Sicht zu einer langfristigen Standort-Sicherung bei und damit auch der Sicherheit der Arbeitsplätze und der kundennahen Verwaltung des Mitgliederbestandes im Kern der Altstadt”, stellte der Rathauschef fest.
Der Bürgermeister hoffe sehr, dass die Mieter die Einrichtung sehr pfleglich behandeln, schließlich sei der Schlossgartensaal mit der Terrasse ein interessantes Stück Geschichte der Stadt, das jetzt – schön restauriert – erstmals verbindlich für die Bürgerschaft zugänglich sei.
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