Jan 19 2009
Feuerwehr Wächtersbach schafft neuen Prüfstand für die Atemschutzwerkstatt an
Zum Jahreswechsel konnte im Sicherheitszentrum mit der Inbetriebnahme eines neuen Prüfstandes für Atemschutzgerätschaften der Feuerwehren der Stadt Wächtersbach eine weitere Baustelle abgeschlossen werden.
Bürgermeister Rainer Krätschmer und Ortsvorsteher Wilfried Wilhelm bei der Inbetriebnahme des neuen Prüfstandes in der zentralen Atemschutzwerkstatt
v. l. Otfried Werth / stellv. Stadtbrandinspektor, Markus Metzler / Stadtbrandinspektor, Bürgermeister Rainer Krätschmer, Andreas Grau / stellv. Wehrführer, Ortsvorsteher Wilfried Wilhelm und Tobias Schneider / Mitarbeiter Atemschutzwerkstadt
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren der Stadt Wächterbach benötigen zur Eigensicherung und Rettung von in Not geratenen Mitbürgern bei Brand- und Umwelteinsätzen eine Vielzahl von Gerätschaften im Bereich Atemschutz. Hierzu wurde nun mit einem Investitionsaufwand von rund 25.000 Euro eine neue Prüfanlage installiert und zum Jahreswechsel in Betrieb genommen.
Wie Stadtbrandinspektor Markus Metzler erläuterte, entsprach der vor rund 18 Jahren aus Vereinsmitteln angeschaffte Prüfkoffer für Atemschutzmasken nicht mehr den modernen Prüfvorgaben. Auch die über die Jahre vorgenommenen Erweiterungen an der alten Prüfeinrichtung brachten immer nur notwendige Anpassungen an immer neue Verschärfungen der Prüfvorschriften. Die aktuellen Vorgaben aus der Feuerwehrdienstvorschrift 7 sind nun im Rahmen des Gesamtkonzeptes “Umbau Sicherheitszentrum” durch die hochmoderne Anlage erfüllt.
Im Vorfeld der Investition wurde auch die Option einer Fremdvergabe der gesetzlich vorgeschriebenen und zur Sicherheit der Einsatzkräfte unabdingbaren Wartungsarbeiten erwogen, diese aber aus betriebswirtschaftlicher Sicht verworfen – statt dessen der Ersatz der alten Anlage durch eine moderne Gesamtlösung schon im frühen Planungsstadium der Erweiterung des Sicherheitszentrums mit eingebunden. Neben der zentralen Prüfstation “Quaestor” vom Gerätehersteller Dräger gehört auch eine digitale Inventar- und Wartungsüberwachung mit integrierter Schnittstelle zu den Verwaltungsprogrammen der Feuerwehr und der Stadtverwaltung zur Investition. Stadtbrandinspektor Metzler zeigte auf, dass alle für den Atemschutz verwendeten Gerätschaften der Feuerwehren der Stadt in regelmäßigem Turnus sowie nach jeder Nutzung, sei es bei Einsatz oder Ausbildung, gereinigt, gewartet und geprüft werden müssen. Diese Arbeiten sind lückenlos zu dokumentieren.
70 Atemschutzgeräte mit Lungenautomaten sowie die dazu gehörenden rund 100 Druckluftflaschen, ebenso wie 90 Atemschutzmasken und 8 Chemikalienschutzanzüge sind nun mit Barcodes und Transpondertechnik ausgestattet. Mittels Barcodeleser und Transpondererkennung ist der Umlauf der Gerätschaften von der zentralen Atemschutzwerkstatt in die Stadtteilfeuerwehren besser zu überwachen und über die Vernetzung die
Einsatz- und Geräteverwaltung einfacher zu dokumentieren.
Stadtbrandinspektor Metzler führte aus, dass die gesetzlichen Forderungen an die Dokumentationsstandards vor dem Hintergrund mehrerer Dienstunfälle im Feuerwehreinsatz erheblich ausgeweitet wurden. Der Aufgabe, diesem Aufwand und dem hohen Sicherheitsstandard der Wehr gerecht zu werden, stellt sich das Team der zentralen Atemschutzwerkstatt um Atemschutzgerätewart Rolf Schieritz mit reichlich Tatkraft und nun auch mit modernster Prüftechnik.
Nach dem unlängst mit Spenden und Vereinsmitteln des Feuerwehrvereins ausgeführten Ersatz der Flaschenfüllanlage für die Atemschutzflaschen setzt die Investition der Stadt in den modernen Prüfstand nun den Schlusspunkt unter die Modernisierung der zentralen Atemschutzwerkstatt. Auch diese Arbeiten wurden wiederum gänzlich in Eigenleistung ausgeführt. Bürgermeister Rainer Krätschmer zollte den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Wächtersbacher Feuerwehr während der Besichtigung der erneuerten Atemschutzwerkstatt seinen Respekt. Auch in dieses Projekt seien wieder Hunderte von Stunden ehrenamtlicher Arbeit geflossen, welche nun der Bürgerschaft zu Gute kommen.
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