Jul 06 2009
Bürgermeister Rainer Krätschmer verärgert über Äußerungen zum Frauenhaus Wächtersbach
Krätschmer: Gründauer CDU weiß nicht, was sie redet!
“Eigentlich melde ich mich nicht zu politischen Verlautbarungen aus den Nachbarkommunen”, so Wächtersbachs Bürgermeister Rainer Krätschmer, doch er könne die vor wenigen Tagen in der Presse gemachten Äußerungen von Ursula Neumann (CDU Gründau) zur Finanzierung des Frauenhauses Wächtersbach nicht unkommentiert stehen lassen. Hier habe sich die CDU-Vertreterin kräftig in der Wortwahl vergriffen, sie habe sich Menschen verachtend geäußert und am Problem vorbei geredet.
Frau Neumann wisse um die Sache nichts, das zeige Krätschmer deren unsachliche Erklärungsversuche, warum Gründau nicht für die Einrichtung zahlen wolle. Und so wolle er als Standortbürgermeister zum Thema Frauenhaus und dessen Finanzierung zum Erwerb bzw. dessen aktuelle Fehlbeträge einige Fakten klarstellen und damit auch der CDU Gründau in Erinnerung rufen. 1992 hatte das Frauenhaus Wächtersbach, die ehemalige Villa Pomona zum Kauf angestanden. Mit Unterstützung von Landrat Erich Pipa (damals Sozialdezernent) konnte die Stadt Wächtersbach das Gebäude erwerben. Finanziell unterstützt wurde der Kauf nur durch den Main-Kinzig-Kreis und einige wenige Kommunen wie Brachttal, Flörsbachtal, Steinau, Schlüchtern und Wächtersbach selbstverständlich.
Auch in der Stadt Wächtersbach selbst konnte der Erwerb dankenswerter Weise durch den Einsatz der sozialdemokratischen Stadträte und heutigen Ehrenstadträte Heinrich Greb und Rudi Schneider ermöglicht werden, und in Verbindung der Dorferneuerung Aufenau wurde die Außenanlage umgebaut und hergerichtet.
Damals war Gründau eine der reichsten Kommunen, hat sich aber nicht an der Finanzierung der Einrichtung beteiligt – soviel zu der Äußerung von Frau Neumann und ihrer Forderung nach Gerechtigkeit in der Finanzierung der allen Frauen in der Region zugute kommenden Einrichtung.
Auch während dem Bestehen des Frauenhauses haben immer finanzschwächere Kommunen zum Erhalt beigetragen – sowohl finanziell als auch materiell. Andere Kommunen z.B. haben sich gar nicht beteiligt, vielleicht solle die CDU Gründau dies einmal bewerten und “auf die Jahre hochrechnen”, äußert sich Krätschmer verärgert; währenddessen Landrat Erich Pipa die ganzen Jahre hindurch das Frauenhaus Wächtersbach unterstütze, und Wächtersbach als Standortgemeinde tue dies ohnehin in hohem Maße.
Wächtersbach habe jedoch niemals davon gesprochen, sich deshalb als Sozialamt des Main-Kinzig-Kreises zu fühlen; von daher sei diese Äußerung der CDU-Vertreterin aus Gründau unsozial und am Problem total vorbei argumentiert. Wenn die CDU Gründau sich nicht an dieser sozialen und für die Gesellschaft unverzichtbaren Einrichtung beteiligen wolle, solle sie es frei heraus sagen und nicht Menschen beschimpfen, die sich für die Schwachen und Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft einsetzen und engagieren, schließt Krätschmer verärgert sein Statement zum Frauenhaus Wächtersbach.
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