Sep 21 2009

Alles angeschnallt?

Veröffentlicht unter Sicherheit, Verkehr.

Beratung für groß und kleinKinderschutz im Auto – lebenswichtig jederzeit!

Gemeinsam mit dem Beamten des Wächtersbacher Polizeipostens, Polizeioberkommissar Thomas Zeller führte vor wenigen Tagen der Städtische Hilfspolizeibeamte Alfred Kolb mit den Freiwilligen Polizeikräften Kerstin Schick und Wolfgang Obermahr in Wächtersbach verdeckte Vorkontrollen durch. Im Fokus waren kleine und große Verkehrsteilnehmer – insbesondere legten die Beamten das Augenmerk auf die richtige Platzwahl und Kindersitze sowie das Anschnallverhalten bei Groß und Klein.
gerne wurden die Beratungen angenommenRund um den Einzugsbereich der Elisabeth-Curdts-Tagesstätte wurden 148 Fahrzeuge kontrolliert und Beratungen durchgeführt. Die Beamten verteilten eine passende Broschüre des Bundesministeriums für Verkehr, in der die gesetzlichen Vorgaben für das Transportieren von Kindern jeden Alters nachzulesen ist.
Die Beratungen wurden zum größten Teil sehr positiv aufgenommen und die Erwachsenen zeigten sich einsichtig gegenüber den Argumenten der Beamten. Es gehe, so die Ausführungen von A. Kolb und T. Zeller, nicht darum Knöllchen zu verteilen oder die Eltern im Beisein der Kinder vorzuführen, vielmehr baue man auf die Vernunft und das Einsehen der Erwachsenen. Und so seien es oft die Erwachsenen, die ein schlechtes Beispiel abgäben. Mit solchen Aktionen wolle man sowohl die Kinder als auch die erwachsenen Gurtmuffel auf die Gefahren aufmerksam machen.
In informativen Gesprächen nutzten die Beamten sowie die Passanten an diesem Tag die Gelegenheit gleichermaßen, wichtige Botschaften auszutauschen. Ein Junge kam während der Aktion mit seiner Mama auf POK Zeller zu und bedankte sich bei ihm für das Eis. Das hatte er als Lohn von seiner Mama bekommen, nachdem er von POK Zeller vor wenigen Tagen zum Hilfspolizisten ernannt worden war und ab da während der gemeinsamen Autofahrten darauf achtete, dass alle Familienmitglieder stets korrekt angeschnallt sind.
Wie wichtig dies ist, zeigen die traurigen Statistiken. Über 15.000 Kinder verunglücken jährlich als Mitfahrer im Pkw; die Mitfahrt im Auto ist für Kinder gefährlicher als zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Ein Auffahrunfall mit 50km/h kommt einem Sturz aus dem 4. Stockwerk gleich. Dies zeigt, ein ordnungsgemäßes Rückhalte-System – abgestimmt auf das Alter, die Größe und das Gewicht des Kindes – ist und bleibt lebenswichtig.
Alarmierend auch die Meldungen darüber, dass Eltern ihre Kinder mit zunehmendem Alter nicht anschnallen oder auf entsprechende Kindersitze verzichten. Werden Kinder bis zu 5 Jahren in der Regel noch gesichert, so nimmt dies bei älteren Kindern rapide ab auf nur noch 59% der Altersgruppe ab 6 Jahren.
Die Beamten appellieren deshalb an die Erwachsenen, gute Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen zu sein, indem sie sich selbst vor jeder Fahrt angurten und insbesondere auf die kleinen Verkehrsteilnehmer zu achten, denn: der richtige Sitz ist im Auto in jeder Altersklasse Lebensretter Nummer 1.

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