Okt 26 2009

Gerhard Jahn aus Wächtersbach ausgezeichnet

Veröffentlicht unter Kunst & Kultur.

AuszeichnungMedaille für Heimatpflege und Geschichtsforschung

Seit 1988 verleiht der Main-Kinzig-Kreis für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Heimatpflege und Geschichtsforschung eine Medaille und Urkunde. In diesem Jahr hat der Kreisausschuss drei Persönlichkeiten mit dieser Ehrung ausgezeichnet – Gerhard Jahn aus Wächtersbach sowie Walter Basermann, Steinau und Hans-Werner Dörich, Hanau.

In seiner Ansprache ging Landrat Erich Pipa auf Jahns herausragendes Engagement ein, dabei habe er vorbildliche Leistungen für eine lebendige Erinnerungskultur im Kreis erbracht. Jahn, seit 1995 Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Wächtersbach habe in jahrzehntelanger Arbeit die geologische Entstehung des Kinzigtals mit Vogelsberg, Spessart und deren Randgebieten erschlossen. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind in fundierten Publikationen, in über 150 Vorträgen und 50 Exkursionen eingeflossen.
Viele seiner Kenntnisse sind in vereinseigenen Beiträgen und Schriften und anderen Publikationen nachzulesen. Als eines seiner besonderen Projekte sei der Steinegarten im Wächtersbacher Rathausvorplatz zu nennen, dieser liege dem Geehrten sehr am Herzen und konnte dank seiner Initiative und mehrjährigen Planungsarbeit im Jahr 2008 eingeweiht werden.
Ein besonderes Anliegen von Jahn sei es, sein Wissen an Kinder und Jugendliche weitergeben zu können. “Gerhard Jahn ist Motor eines lebendigen Vereinslebens”, lobte der Landrat und nannte als Beispiel die vielen Sonderausstellungen im Heimatmuseum Wächtersbach, die von seinem Ideenreichtum zeugten und dem Wunsch, die Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Jahn selbst berichtete von seiner Kindheit in Gelnhausen, dort habe er sich den Bazillus der Heimat- und Geschichtsforschung bereits eingefangen. Während der vielen Streifzüge durch die Barbarossastadt und die alten Weinberge sei sein Wunsch gereift, mehr über die Vergangenheit zu erfahren. Und so habe er sein erstens Taschengeld in ein Buch über Kaiser Barbarossa investiert.
Eine besondere Freundschaft habe sich zum Buntsandstein entwickelt, dem Gestein der hiesigen Region, hob er hervor. Auch dieser ist im Steinegarten in Wächtersbach zu finden und umfangreich beschrieben.

Eine große Schar Gleichgesinnter und Gratulanten aus dem Wächtersbacher Heimat- und Geschichtsverein waren gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Krätschmer zur feierlichen Ehrung gekommen. Mit dabei engagierte Mitstreiter, die mit Gerhard Jahn gemeinsam im Bereich der Heimatpflege und Geschichtsforschung viele Jahre tätig sind, so Otto Fiegler, Klaus Blöing, das Ehepaar Holzapfel, Helmut Scheuß, Sohn Heiko Jahn und Steffi Fleck, Emil Hörner und Museumsleiter Kurt Schuh sowie die örtlichen Kreistagsabgeordneten Gabriele Werthmüller und Anita Kleinschmidt-Bopp.

Bürgermeister Rainer Krätschmer dankte Gerhard Jahn für seine unentgeltliche engagierte Arbeit, die mehr als ein Hobby und eine Freizeitbeschäftigung sei. Dazu nannte er als Beispiel den Steinegarten, der für jedermann in Wächtersbach zu besuchen sei. Krätschmer ging auf Jahn”s langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Stadt ein und nannte ihn einen bedeutenden Bürger der Stadt Wächtersbach. Dem Preisträger gratulierte er im Namen aller Gremien und überbrachte die Grüße des gesamten Magistrats. Gerhard Jahn wünschte er weiterhin gute Gesundheit und viele gute Ideen und Schaffenskraft für seine Herzensangelegenheit Heimat- und Geschichtsforschung und den “Buntsandstein”.

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