Jan 19 2010

Abwasserverband Bracht schließt Optimierungsmaßnahmen am Klärwerk ab

Veröffentlicht unter Allgemein.

Die Teilnehmer der Verbandsschau

Am Technikgebäude der Kläranlage

Geschäftsführer Dipl.-Ing. Manfred Reich, Adolf Kreisel, Heinz Gerhardt, Abwassermeister Andreas Schuck, Verbandsvorsteher Wilfried Wilhelm, Paul Piston, Johannes Creß, Herbert Roller, Hans Georg, Karl Herchenröther, Schauführer Gerhard Kuschnik, Gerhard Koch.

Zum Jahresende 2009 fand die turnusmäßig durchzuführende Verbandschau beim Abwasserverband in Wächtersbach statt. Verbandsvorsteher Wilfried Wilhelm begrüße die Teilnehmer sowie den Gewässerschutzbeauftragten Dipl.-Ing. Erwin Müller, den Geschäftsführer Dipl.-Ing. Manfred Reich und den Betriebsleiter Abwassermeister Andreas Schuck.

Nach einer kurzen Einführung durch den Schauführer Gerhard Kuschnik erläuterte Geschäftsführer Manfred Reich den aktuellen betrieblichen und bautechnischen Stand. Nach der großen Umbaumaßnahme in den Jahren 2002 bis 2004 wurde jetzt die Schlammentwässerung völlig umgestaltet.

Dort wo früher der Schlamm in einer offenen Siebbandpresse vom Überschusswasser befreit wurde und tonnenweise Kalkmengen aus Silos beigemischt wurden, steht jetzt eine relativ unscheinbare Zentrifugenanlage. In dieser Zentrifuge wird der Schlamm im geschlossenen System entwässert und für die Entsorgung bereitgestellt.

Wo man bisher mit Entladecontainern und dem Radlader stündlich eine Zwischenentleerung des ausgepressten Schlammes in den Transportcontainer vornehmen musste, ist jetzt ein Fördersystem mit automatischer Austragsanlage im Einsatz. Dabei wird der Ladevorgang so gestaltet, dass die Container transportfertig gefüllt werden.

Die neue Schlammentwässerungsanlage wurde in der früheren Lagerhalle des Betriebsgebäudes eingerichtet. Hierzu musste die Fundamentierung für die Aufstellung der Maschinen und Geräte sowie die Dach/Wandverkleidung neu hergestellt werden.

Mit der Zentrifuge können bis zu 20 cbm Schlamm in der Stunde entwässert werden. Damit ist sichergestellt, dass die Maschine sowohl den eigenen Schlamm als auch weitere Schlämme aus Kläranlagen der Verbandsgemeinden Birstein und Wächtersbach verarbeiten kann.

Die neue Entwässerungsmaschine wird nach Angaben von Manfred Reich eine um 30 % verbesserte Entwässerung des Abwasserschlammes vorzunehmen. Dadurch vermindert sich auch die Entsorgungsmenge des Schlammes entsprechend. Für die Gesamtmaßnahme musste der Abwasserverband insgesamt 475.000 € aufwenden, wozu von keiner Seite eine Unterstützung geleistet wurde.

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