Jan 18 2010
Rainer Krätschmer ist 65 – Bürgermeister aus Leidenschaft
Stadt gibt Empfang zu seinem 65. Geburtstag
Über 200 Gäste waren ins Bürgerhaus Wächtersbach gekommen und damit der Einladung der Stadt gefolgt, gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Krätschmer zu feiern.
Krätschmer, der bereits am 27. Dezember 65 geworden ist, weilte zu diesem Zeitpunkt in Urlaub. Nach seiner Rückkehr gab die Stadt ihm zu Ehren, auf Einladung des Ersten Stadtrats Andreas Weiher und des Stadtverordnetenvorstehers Gerhard Koch, einen Sektempfang.
Vor dem Eingang zum großen Saal begrüßten Bürgermeister Krätschmer und Gattin Fatima die Geburtstagsgäste, darunter zahlreiche Personen aus Politik, der Geschäftswelt, Banken, Behörden und Vereinen.
Zunächst ergriff Erster Stadtrat Andreas Weiher das Wort und begrüßte alle Gäste. Humorvoll beleuchtete er das Leben des Geburtstagskindes Rainer Krätschmer – in seinem Amt als Bürgermeister Wächtersbachs und sein Leben aus der privaten und beruflichen Sicht. Er zeichnete gekonnt ein Bild des Menschen Rainer, der in Wächterdorf 1944 im Sudetenland geboren wurde, mit einem Jahr seine Mutter verlor und mit seinen Pflegeeltern nach Flörsbachtal kam. Nach einer Ausbildung bei der Bundespost, dem Grundwehrdienst und der Inspektorenlaufbahn wurde er Hauptamtsleiter in Nidderau, dann bereits mit 28 Jahren Bürgermeister in Gelnhausen-Meerholz. Sein weiterer Lebensweg brachte ihn als Bürgermeister nach Flörsbachtal und ab 1990 nach Wächtersbach, wo er derzeit seine letzte Amtszeit absolviert, die in vier Jahren beendet sein wird.
Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Koch bemerkte in seiner Rede an die Gäste, es sei bezeichnend, dass manche meinten, Rainer Krätschmer sei schon als Bürgermeister geboren worden. Der Jahrgang 1944 sei ein besonderer und er heiße Krätschmer willkommen im Club der 65-Jährigen, richtete Koch augenzwinkernd seine Glückwünsche an das Geburtstagskind. Doch das Leben fange bekanntlich erst so richtig mit 66 an, wie schon in einem Lied so treffend besungen werde.
Landrat Erich Pipa ging auf Krätschmers politische Laufbahn ein und betonte, dass dieser mit immerhin 38 Amtsjahren der dienstälteste Bürgermeister im MKK sei. Für die gute Zusammenarbeit als Bürgermeister, aber insbesondere auch in den vielfältigen Ehrenämtern die dieser für seine Stadt und den Landkreis seit Jahrzehnten begleite. Er kenne keinen Kommunalpolitiker, der sein Amt mit einer solchen Leidenschaft ausübe – dieser wolle immer alles sofort und eins zu eins umsetzen. An Ehefrau Fatima richtete Landrat Pipa ebenfalls seinen Dank, die erheblichen Anteil am Erfolg von Bürgermeister Krätschmer habe.
Dr. André Kavai überbrachte in seinen kurzen Grußworten die Glückwünsche als SPD-Unterbezirksvorsitzender. Seine Bemerkung, niemand wolle wohl behaupten, Krätschmer sei schüchtern und zurückhaltend, führte zu allgemeiner Heiterkeit im Saal. Vielmehr zeige er mit seinem politischen Gespür und seiner Tatkraft, dass er, wie kein anderer es verstehe, Menschen für sich zu gewinnen und anstehende Aufgaben durchzusetzen. Er sei zwar nun 65 geworden, im Herzen aber ein Juso geblieben.
Zum Schluss trat Bürgermeister Krätschmer selbst an das Rednerpult – gut gelaunt, mit einer beträchtlichen Menge schön geschmückter Päckchen und bunter Blumengrüße auf dem hinter ihm platzierten Gabentisch, dankte er allen Gästen für ihre guten Wünsche. Sie seien für ihn großer Ansporn, für die Stadt und ihre Bürger weiter zu arbeiten.
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